Alljährlich zum 1. Mai, dem international begangenen Kampftag der Arbeiterbewegung, machen sich auch Genossinnen und Genossen in ganz Deutschland auf, um ihn in Erinnerung an sozialistische Traditionen zu begehen. Während in Berlin hunderte Nazis festgenommen und die restlichen am Marschieren gehindert wurden, fand auch in Brandenburg ein Fest zum 1. Mai statt.
Eingeladen hatten zusammen mit dem DGB und seiner Teilgewerkschaften auch die Linken und die SPD. Auftakt war ein etwa 150 Menschen starker Demonstrationszug durch Brandenburg, dem ein Spielmannszug voran marschierte und der mit vielen Fahnen und Transparenten der Gewerkschaften und Parteien geschmückt war. Die Demo-Route führt bis zum Marienberg, an dem bereits eine Musikbühne und mehrere Stände der Linken, SPD, GEW, IGM und von einigen mehr aufgebaut waren. Für Essen und Trinken wurde ebenfalls gesorgt.
Neben interessanten Gesprächen mit den BetreuerInnen der verschiedenen Stände haben wir auch die Gelegenheit ergriffen, den Aufruf der Vereinigung der Verfolgten des Nazi-Regimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten e.V. (VVN-BdA) zu unterstützen, der eine „Schaffung würdiger Erinnerungsorte an die während der NS-Zeit in Brandenburg Verfolgten und Ermordeten“ fordert.