Archiv der Kategorie 'BraMM'

Endgültiges Ende der BraMM?

„Für Montag den 01.Juni hatte sich wiederholt die rechtspopulistische und rassistische BraMM für einen „Spaziergang“ angekündigt. Dieser musste jedoch auf den Görden ausweichen, denn das Städtische Bündnis hatte zu einem eigenen Spaziergang aufgerufen und ihn auch zuerst angemeldet.

Grundsätzlich ließ sich feststellen, dass die BraMM, getreu ihrem aktuellen Trend, weiter geschrumpft ist. Es folgten ungefähr 20 Personen dem Aufruf sich an der Gördenallee/Ecke Wiener Straße zu versammeln. Eine interessante Neuigkeit, neben den theatralischen Redebeiträgen und der Distanzierung von Extremist_innen jeglicher Couleur, war, dass diesmal nicht einmal mehr alle Anwesenden an dem anschließenden Spaziergang teilnahmen. Etwa 10 Personen, einschließlich Totschläger S. Lücke, blieben einfach am Ort der Auftakt- und Abschlusskundgebung stehen. Auch blieb sich das Publikum mit neonazistischen und rassistischen Kleidungsaufdrucken inhaltlich treu.

Zwar war zog der Spaziergang des Städtischen Bündnisses nicht nennenswert mehr Demonstrant_innen an, dennoch zeigt sich in der Entwicklung der BraMM eindeutig, wie wenig anschlussfähig die propagierten Inhalte sind. Der kontinuierliche Gegenprotest, antifaschistisch, wie bürgerlich, und das frühe Bekanntwerden der Republikaner als Drahtzieher der BraMM durch Recherche von Presse und antifaschistischen Strukturen, schafften schwierige Ausgangsbedingungen für die Rassist_innen. Ebenso zeigte sich, dass das Städtische Bündnis wenig kreativ und wenig aktiv handelte. Der Gegenprotest blieb somit auf die reaktionären Gegenkundgebungen auf dem Neustädtischen Markt beschränkt.

Wir werden uns auch in Zukunft entschieden gegen Rassismus aussprechen und entschlossen gegen rassistische Akteure vorgehen!

AG Antifa der linksjugend [’solid] BRB (http://agantifabrb.blogsport.eu/).

Endgültiges Ende der BraMM?

„Für Montag den 01.Juni hatte sich wiederholt die rechtspopulistische und rassistische BraMM für einen „Spaziergang“ angekündigt. Dieser musste jedoch auf den Görden ausweichen, denn das Städtische Bündnis hatte zu einem eigenen Spaziergang aufgerufen und ihn auch zuerst angemeldet.

Grundsätzlich ließ sich feststellen, dass die BraMM, getreu ihrem aktuellen Trend, weiter geschrumpft ist. Es folgten ungefähr 20 Personen dem Aufruf sich an der Gördenallee/Ecke Wiener Straße zu versammeln. Eine interessante Neuigkeit, neben den theatralischen Redebeiträgen und der Distanzierung von Extremist_innen jeglicher Couleur, war, dass diesmal nicht einmal mehr alle Anwesenden an dem anschließenden Spaziergang teilnahmen. Etwa 10 Personen, einschließlich Totschläger S. Lücke, blieben einfach am Ort der Auftakt- und Abschlusskundgebung stehen. Auch blieb sich das Publikum mit neonazistischen und rassistischen Kleidungsaufdrucken inhaltlich treu.

Zwar war zog der Spaziergang des Städtischen Bündnisses nicht nennenswert mehr Demonstrant_innen an, dennoch zeigt sich in der Entwicklung der BraMM eindeutig, wie wenig anschlussfähig die propagierten Inhalte sind. Der kontinuierliche Gegenprotest, antifaschistisch, wie bürgerlich, und das frühe Bekanntwerden der Republikaner als Drahtzieher der BraMM durch Recherche von Presse und antifaschistischen Strukturen, schafften schwierige Ausgangsbedingungen für die Rassist_innen. Ebenso zeigte sich, dass das Städtische Bündnis wenig kreativ und wenig aktiv handelte. Der Gegenprotest blieb somit auf die reaktionären Gegenkundgebungen auf dem Neustädtischen Markt beschränkt.

Wir werden uns auch in Zukunft entschieden gegen Rassismus aussprechen und entschlossen gegen rassistische Akteure vorgehen!

AG Antifa der linksjugend [’solid] BRB (http://agantifabrb.blogsport.eu/)

AG Antifa: Aufruf zum Protest gegen den BraMM-Spaziergang am 04.05.15

Am Montag will die BraMM nun nach längerer Zeit wieder durch Brandenburg an der Havel laufen. Auch beim 5. Spaziergang ist zu erwarten, dass wieder zahlreiche bekannte Neonazis aus dem Spektrum der NPD, des III. Weges und der Kameradschaftsszene unter polizeilichem Schutz durch Brandenburg an der Havel laufen werden.

Trotzdem die Zeit des großen Erfolges für PEGIDA & Co. Vorbei ist, ist die rassistische Stimmung in Deutschland geblieben. In Tröglitz wurde erst vor einigen Wochen Zeit ein Brandanschlag auf ein künftiges Asylbewerber_innenheim verübt. „Tröglitz“ wurde so, auch in der Neonazisszene ein Synonym für militante Aktionen gegen Asylsuchende und deren Unterstützer_innen. So wurde vor zwei Wochen in Nauen dem Bulli eines Vereins, der sich gegen einen Neonaziaufmarsch am 16. April in Nauen stellte, die Reifen zerstochen und eine Drohung das Tröglitz auch hier sei zurückgelassen.

Diesen Entwicklungen heißt es sich, nun zum 5. Mal, auch in Brandenburg an der Havel entgegenzustellen! Deutschland ist als Teil der Europäischen EU mit seiner Asylpolitik Schuld an der Misere von Flüchtlingen an den Grenzzäunen der EU und in den Flüchtlingsheimen im eigenen Land, und trägt somit auch eine Mitverantwortung für ihre Lage und die Stimmung in Deutschland. Am 1. Mai haben wir unsere Forderungen in Brandenburg an der Havel auf die Straße getragen und dies werden wir auch am Montag tun, wenn die Rassist_innen der BraMM wieder nach Brandenburg kommen!

Stellt euch mit uns gemeinsam und solidarisch gegen den BraMM-Spaziergang!

SAY IT LOUD,
SAY IT CLEAR,
REFUGEES ARE WELCOME HERE!

AG Antifa [BRB]

Treffpunkt ist 18:00 Uhr am Neustädtischen Markt

Den Aufruf findet ihr auch unter: http://agantifabrb.blogsport.eu/

+++ Erfolgreicher Refugee-Support-Block mit 40 Teilnehmer_innen +++

Dem Aufruf der linksjugend [’solid] Brandenburg an der Havel zu einem Refugee-Support-Block auf der 1. Mai Demonstration der Havelstadt folgten insgesamt 40 junge Teilnehmer_innen. Durch zahlreiche Sprechchöre und Transpis wurde sich mit Geflüchteten solidarisiert und die Abschaffung der „Festung Europa“ gefordert. Durch einige Sprechchöre wurde darauf aufmerksam gemacht, dass im gesamten Bundesgebiet Antifaschist_innen gegen neonazistische Kundgebungen und Demonstrationen auf die Straße gehen und sich mit ihnen solidarisiert. Wir konnten deutlich zeigen, dass wir mit der aktuellen Flüchtlingspolitik in Deutschland und in Europa nicht zufrieden sind und die hohe Teilnehmer_innenzahl in unserem Block macht deutlich, dass viele, gerade junge Menschen, unsere Ansichten teilen. Wir sind frohen Mutes am kommenden Montag den Rassist_innen und Neonazis der Gruppierung BraMM deutlich zeigen zu können, dass sie mit ihren menschenverachtenden Positionen in der Havelstadt nicht erwünscht sind.

linksjugend [´solid] Brandenburg an der Havel

BraMM die 4.

Unsere AG Antifa berichtet über den BraMM-Aufmarsch am Montag, den 16.02.2015:

Der harte Kern, sonst wenig Unterstützung

Auch diesen Montag fand das seit vier Wochen leidige Ritual des Spaziergangs der BraMM statt. Wieder meldete Heiko Müller von den REPs die Demonstration an. Wieder wurde hauptsächlich Islam- und Fremdenfeindlichkeit propagiert. Wieder wurde sie eigentlich viel zu stark besucht.Dies bleiben aber nicht die einzigen Konstanten seit dem ersten Spaziergang 26. Januar. Die Teilnehmer_innenzahlen der BraMM sinken von Mal zu Mal, von ursprünglich 150 Personen waren am 16. Februar nur noch 55 übrig. Darunter wieder der Totschläger Sascha L. mit einer größeren Gruppe von Neonazis aus Brandenburg an der Havel. Des Weiteren waren wieder die beiden NPD-Politiker André Schär und Pascal Stolle mit Begleitung vor Ort. Auch nahmen wieder Menschen aus dem Umfeld der neonazistischen Kampagne „Ein Licht für Deutschland gegen Überfremdung“ teil. Insgesamt machte Neonazis mindestens 75 % der Teilnehmer_innen aus. Von einer Bewegung, die selbstbewusst „Wir sind das Volk“ skandieren kann, ist die BraMM somit weit entfernt.

Gegenkundgebungen konstant – aber gut?

Auch die Gegenkundgebung blieb konstant, zum einen mit der Durchführung, stationär und somit ab loslaufen der BraMM wirkungslos, zum anderen mit den leicht sinkenden Teilnehmer_innenzahlen seit dem ersten Spaziergang. Eigentlich doch recht Mau für eine stolze BUGA-Stadt. Eine symbolische Aktion wie letzte Woche blieb aus und ohne neue Aktionsideen wird der BraMM ab dem Moment des Loslaufens die Straße überlassen. Wie schon in der vergangenen Woche gibt es aber auch Brandenburger_innen die es nicht hinnehmen wollten, dass Rassist_innen und Neonazis die Straße widerspruchslos überlassen wird. Diesmal scheiterte ein Versuch auf die Route zu kommen an dem aggressivem Vorgehen der Einsatzhunderschaften, welche durch den Einsatz des unmittelbaren Zwangs die Strecke frei hielten. Der Versuch eine Spontanversammlung anzumelden wurde durch die Polizei ignoriert. Erst nach weiteren Diskussionen wurde Protest in Hör- und Sichtweite erlaubt.

BraMM zieht um

Für die nächsten zwei Wochen hat die BraMM ihre Spaziergänge in Fürstenwalde/Spree und Königs Wusterhausen angekündigt. Die Ursachen hierfür könnten durchaus in den sinkenden Teilnehmer_innenzahlen liegen. Trotzdem kündigte BraMM an, vielleicht in einigen Wochen wieder in der Havelstadt aufmarschieren zu wollen. Inwiefern sich BraMM in den bevorstehenden Frühling retten kann, bleibt ungewiss, denn der Hauptredner Heiko Müller hat alle seine Ämter bei den Republikanern niedergelegt. Ob es sich um Konflikte zwischen seiner BraMM-Arbeit und der REP-Arbeit handelt bleibt vorerst im Dunkeln verborgen.“

Den Blog der AG Antifaschismus der linksjugend [’solid] Brandenburg findet ihr unter http://agantifabrb.blogsport.eu/.

Pressemitteilung Sven-Beuter-Gedenkspaziergang

Seit Wochen ziehen Brandenburger Neonazis unter der Federführung der Republikaner durch unsere Stadt. Mit ihren Aufmärschen versuchen sie gezielt Stimmung gegen Flüchtlinge und Andersdenkende zu schüren. Wohin das führt, zeigt die nähere Vergangenheit: In den neunziger Jahren, als die Neonaziszene ihre letzte große Blüte erlebte, waren die Verhältnisse mancherorts ähnlich.

Die Geschichte von Sven Beuter zeigt unter anderem, wohin derartige Entwicklungen führen können. Sven Beuter, aktiv in der alternativen Szene in Brandenburg, wurde vor 19 Jahren in der Nacht vom 15. zum 16. Februar vom Neonazi Sascha Lücke brutal zusammengeschlagen. Seinen Verletzungen erlag Sven Beuter wenige Tage später im Krankenhaus.

Wir als linksjugend [’solid] Brandenburg an der Havel rufen alle Brandenburger_innen auf, sich an dem geplantem Gedenkspaziergang zu beteiligen. Besonders aufgrund der aktuellen Geschehnisse ist es wichtig zu erinnern, zu mahnen und nicht zu vergessen. Der Fall von Sven Beuter zeigt deutlich, dass Menschen aus dem alternativen Spektrum eben auch in Brandenburg den Gefahren eines Übergriffes ausgesetzt sind. Wir möchten am 20. Februar Sven Beuter gedenken und gleichzeitig ein Zeichen der Mahnung für alle Brandenburger_innen setzen, die immer noch nicht verstanden haben, wohin Rechtspopulismus und neonazistische Ideologien führen.

Der Gedenkspaziergang wird um 18 Uhr in der Mühltentorstraße, vor der Hausnummer 13, dem ehemaligem Wohnort Sven Beuters beginnen und dann zur Gedenkplatte in der Havelstraße führen.

Niemand ist vergessen!

Die Linksjugend [’solid] Brandenburg an der Havel

Aller guten Dinge sind 3…?

…um sich zu einer kompletten Neonaziveranstaltung zu entwickeln?

Artikel der AG Antifa zur 3. BraMM-Veranstaltung:

„Wie auch schon bei den letzten Spaziergängen der BraMM, hat sich auch zu dieses Mal die Teilnehmer_innenzahl reduziert. Dem Aufruf der von den Republikanern gesteuerten Veranstaltung folgten circa 70 bis 80 Personen. Obwohl BraMM sich von Menschen, die nicht auf den Grundfesten der Demokratie stehen, zu distanzieren versucht, stellten Neonazis mehr als die Hälfte der Teilnehmer_innen. So nahmen wieder NPDler_innen aus dem Raum Bad Belzig und Premnitz-Rathenow teil. Auch die neonazistische Gruppierung „Ein Licht für Deutschland gegen Überfremdung“ war mit einem Transparent und zwei Schildern vor Ort. Des Weiteren nahmen Personen aus dem Umfeld der islamfeindlichen Internetpräsenz PI-News mit einem Transparent teil. Die Inhalte dieser sind von zahlreichen rechtspopulistischen und neonazistischen Inhalten geprägt. Auch war wieder der Totschläger Sascha L. und fünf weitere Neonazis aus der Havelstadt vor Ort. Abgerundet wurde das neonazistische Spektrum durch fünf bis zehn Personen aus dem lokalen Hooliganmilieu. Somit wurde die selbst gesetzte Maxime sich gegenüber von Personen die „Krawall machen oder extremistisches Gedankengut absondern“ zu distanzieren nicht umgesetzt. Auch wenn in einem Redebeitrag erwähnt wurde, man stehe zum Asylrecht, kann dies kaum als glaubwürdig gelten, da die meisten Teilnehmer_innen aus dem neonazistischem Spektrum kamen und „Angst“ vor einer fantasierten „Überfremdung“ haben. Die Veranstalter_innen geben den Neonazis somit eine Bühne und das obwohl die Republikaner sich von neonazistischen Parteien und Gruppen distanzieren.

Dynamischer Gegenprotest

Der Gegenprotest hat sich, ebenso wie schon eine Woche zuvor, weiterentwickelt. Nachdem die BraMM-Spazierer_innen ihren Auftaktort verlassen hatten, säuberten die Menschen symbolisch den Platz. Auch war die Stimmung durch den Auftritt der Band Patchwork ausgelassen. Die Menschen zeigten deutlich, dass sie auch die nächsten Montagabende bereit sind sich gegen BraMM zu positionieren.

Dass Protest nicht nur innerhalb der polizeilichen Regeln möglich ist, zeigten circa zehn entschlossene Antifaschist_innen, indem sie sich wenige Meter vor dem Spaziergang auf die Straße setzten. Die Polizei räumte die kurze Blockade daraufhin mit Gewalt und drängte die Personen in eine Nebenstraße. Diese Aktion zeigt deutlich, dass nicht alle Brandenburger_innen es weiter hinnehmen werden, dass Rassist_innen und Neonazis durch die Havelstadt marschieren. Wir finden das Engagement der Stadtführung und der Bürger_innen herausragend und werden auch in Zukunft die Aktionen dieser unterstützen. Gleichzeitig möchten wir jedoch darauf hinweisen, dass Protest nicht nur auf stationäre Veranstaltungen beschränkt bleiben muss sondern so vielfältig erscheinen kann wie die Menschen die ihn tragen.

19. Todestag von Sven Beuter

Am 20. Februar jährt sich zum 19. Mal der Todestag von Sven Beuter. Er gehörte in den 1990er Jahren zur alternativen Szene der Stadt und wurde wiederholt Opfer von neonazistischen Übergriffen. In der Nacht vom 15. auf den 16. Februar traf er in der Grabenstraße auf Sascha L. Nach einer kurzen verbalen Auseinandersetzung schlug der bullige Naziskin auf Sven Beuter ein und verletzte ihn derart schwer, dass er fünf Tage später im Krankenhaus verstarb. L. wurde zu siebeneinhalb Jahren Gefängnis verurteilt, anschließend zog er in die Schweiz. Spätestens im Jahr 2012 er nach Deutschland zurück gekehrt. Seither ist er wieder in der Szene aktiv und nimmt an zahlreichen Neonaziveranstaltungen in der ganzen Republik teil.

Anlässlich des Todestages von Sven Beuter wird es einen Gedenkspaziergang von seinem Wohnort in der Mühlentorstraße 13 über die Grabenstraße, dem Ort des Angriffs, bis in die Havelstraße, dort findet sich die Gedenkplatte für Sven Beuter, geben.

Treffpunkt ist um 18 Uhr in der Mühlentorstraße 13.

Niemand ist vergessen!

AG Antifa [BRB]“

Den Blog der AG Antifa findet ihr unter agantifabrb.blogsport.eu. Dort findet ihr auch noch Bilder zu den Ereignissen am vergangenen Montag.

3. Aufmarsch von BraMM

Eine gute Zusammenfassung der Ereignisse gestern findet ihr auf dem Blog von „Presseservice Rathenow“. Die Seite findet ihr hier.
Leider lassen die Rechten in Brandenburg nicht locker: Für nächsten Montag wurde wieder eine Veranstaltung angemeldet. Wir hoffen dass ihr auch dann wieder zahlreich erscheint, um den Rassist_innen zu zeigen, dass sie in der Unterzahl sind!

Pressemitteilung zum 2. BraMM Aufmarsch

Hallo Brandenburg,

Danke für all euren Einsatz am letzten Montag, uns trotz des Regens zu unterstützen! Wir sind für den Anfang sehr zufrieden mit der Anzahl an Menschen, die Brandenburg nicht allein den Rassist_innen überlassen wollen.

Unsere Befürchtungen bestätigten sich. Der BraMM-Spaziergang war nichts weiter als ein Aufmarsch knallharter Neonazis. Neben der JN und verschiedenen NPD Ortsgruppen, zeigte sich auch der Mörder Sascha Lücke. Die Argumentation, dass es sich in Brandenburg um besorgte Bürger_innen handelt, ist damit hinfällig.

Die Entwicklungen geben Grund zur Sorge. Die zivilgesellschaftlichen Strukturen haben nun dafür zu sorgen, dass sich neonazistisches Gedankengut nicht in Brandenburg verankert. Dazu bedarf es einem breiten Bündnis, dass sich nicht nur auf pressewirksame Auftritte und Gegenveranstaltungen beschränkt sondern aktiv gegen die Etablierung von rechten Strukturen arbeitet.

Wie bereits bekannt ist, findet am kommenden Montag, den 02.02.2015, um 18:30 ein weiterer Spaziergang statt. Dieses mal unter dem Motto: „Westliche Grundrechte stärken – Einwanderung endlich regeln“. Selbstverständlich wird es erneut Gegenprotest geben. Die Linksjugend [’solid] Brandenburg begrüßt neben der Kundgebung am neustädtischen Markt auch kreativen Protest am Rande der Route. Eine eigene Protestveranstaltung wird es seitens der Linksjugend [’solid] jedoch nicht geben, da wir uns in die Protestveranstaltungen des städtischen Aktionsbündnis gegen Rechts integrieren werden.

Wir rufen alle Bürger_innen der Stadt Brandenburg und aus dem Umland auf, sich erneut um 18:00 auf dem Neustädtischen Markt einzufinden, um sich an den Gegenprotesten zu beteiligen. Es ist unsere Pflicht, dauerhaft für ein weltoffenes Brandenburg an der Havel zu werben. Kommt am kommenden Montag auf den Neustädtischen Markt und lasst uns den Rassist_innen den Tag versauen!

Mit solidarischen Grüßen,

die Linksjugend [’solid] Brandenburg

//Sorry das die PM erst jetzt hier kommt, wir hatten Probleme mit unserem Blog. Jetzt läuft alles wieder :)

Unsere Pressemitteilung zu BraMM

Hallo Brandenburg,

seit Wochen sehen wir die Bilder aus Dresden und anderen Städten, in denen sich viel zu viele Menschen zu Demonstrationen treffen, um offen ihr rassistisches und islamfeindliches Weltbild ausleben zu können. Wir, die linksjugend [’solid] Brandenburg an der Havel, möchten uns von vornherein solidarisch mit den Gegenprotesten zeigen und wünschen ihnen in allen Städten viel Erfolg!

Bis zum 10. Januar sah all das für uns wie weit weg aus, was nicht bedeutet, dass es uns weniger beunruhigt und missfallen hat. Nun aber mobilisieren auch in der Havelstadt rechte Kräfte, in unserem Fall Neonazis der Partei Die Republikaner, für einen an PEGIDA angelehnten Spaziergang am 26. Januar.

Die Anmeldung eines rassistischen Aufmarsches kommt für uns nicht überraschend, zumal die Tendenz zu vermehrten Aktivitäten aus dem neonazistischen Milieu sich seit vergangenem Sommer abzeichneten. Nun sind alle Parteien, Jugendorganisationen, Gewerkschaften und eine couragierte Zivilbevölkerung gefragt, um in Brandenburg ein deutliches Zeichen gegen Rassismus und Ausgrenzung zu setzen. Mit besonderem Interesse beobachten wir das Verhalten des AfD Stadtverbandes. Der Vorsitzende des Landesverbandes Alexander Gauland solidarisierte sich erst kürzlich mit PEGIDA. Der AfD Stadtverband hingegen distanziert sich von der BraMM, obwohl diese sich eindeutig zu PEGIDA bekennt.

Wir als linksjugend [’solid] Brandenburg an der Havel werden selbstverständlich an diesem Tag und auch in Zukunft an den Gegenprotesten teilnehmen und uns auch weiterhin aktiv gegen Rassismus und Neonazismus einsetzen. Insbesondere möchten wir dazu die Arbeit der neu gegründeten AG Antifaschismus der linksjugend [’solid] Brandenburg an der Havel hervorheben, die vor allem wichtige Recherchearbeit im Vorfeld des geplanten Spaziergangs geleistet hat.

Wer am 26. Januar mit BraMM marschiert, marschiert mit menschenverachtenden Rassist_innen und Neonazis! Wir rufen daher alle Brandenburger_innen auf, der Demonstration fern zu bleiben und sich den Gegenprotesten anzuschließen.

Rassist_innen haben keinen Platz in Brandenburg an der Havel!

In diesem Sinne,

eure linksjugend [’solid] Brandenburg an der Havel