Alle Jahre wieder: am 20.April müssen in Nauen (Neo)Nazis in die Schranken gewiesen werden
Wer ein winzig bisschen Ahnung von Geschichte hat, wird beim 20.April in Kombination mit einer (Neo)Nazi-Mahnwache natürlich sofort an den Geburtstag vom hässlichen Schnauzbartträger denken – so auch wir. Die (Neo)Nazis aus dem Westen von Brandenburg sicherlich auch, nur dürfen die das ja nicht feiern (wir auch nicht – wollen wir auch nicht – will ja auch keiner). Als Ersatz muss dann immer das Städtchen Nauen im Westhavelland herhalten, welches an diesem Tag 1945 von den Alliierten bombardiert wurde.
Dafür muss immer wieder ein revisionistisches Geschichtsbild herhalten, das üblicherweise von „Bombenholocoust“, „deutschen Opfer“ und sonstigen Quatsch erzählt. Das kennt man ja schon zur Genüge und die Ausblendung der eigentlich Kriegschuld und Verbrechen der Deutschen auch. Naja, geschenkt – kennen wir und werden wir auch in Zukunft nicht unbeantwortet lassen, so‘n Scheiß.
Zum 20.04.2012 als solchem: Wie in den letzten beiden Jahren sattelten wir aus allen umliegenden Städten die Autos, um Nauen nicht allein zu lassen. Im Gegensatz zu den letzten Jahren hatte sich die Stadt ins Zeug gelegt und ein Fest gegen Rassismus samt politischer Bildung und politischer Unterhaltung auf die Beine gestellt. Leider konnte die Mahnwache der (Neo)Nazis trotz alledem abgehalten werden. Das Bürgerfest sorgte jedoch dafür, dass die Innenstadt in diesem Jahr nicht eingenommen werden konnte und den (Neo)Nazis sämtliches Publikum abhanden ging.
Schade war weiterhin, dass offensichtlich (neo)nazistische Personen auf dem Stadtfest anzutreffen waren und von der „German Security“ nicht des Platzes verwiesen wurden. Solange sie nichts täten, dürfen sie bleiben, hieß es seitens der Security nach mehrmaliger Nachfragen.
(Neo)Nazis eine derartige Plattform zu bieten, ist unverantwortlich!
Den traurigen Höhepunkt des Festes stellte für uns die Missachtung des Bündnisses der eigentlichen Mahnwache und der dort spontan angemeldeten Gegenkundgebung der Linksjugend [’solid] Brandenburg dar: „die Kundgebung der Nazis ignorieren wir als Bündnis.“, hieß es auf dem Fest. Die guten Erfahrungen anderer Städte aus den letzten Jahren vergessen? Wir waren negativ überrascht.
Damit die Nazis am Friedhof nicht alleine die Totenruhe stören mussten, meldeten wir schnell eine Gegenkundgebung an und sammelten die Jugendlichen der Stadt ein, um Flagge gegen Rechts zu zeigen.
Am Ende waren wir so 30-40 Leute und versuchten lautstark den (Neo)Nazis die Mahnstimmung zu vermiesen. Die (Neo)Nazis wiederum versammelten sich zu etwa 50Äffinnen und nahmen das mit der Mahnwache auch nicht so ganz genau.
Bleibt zu hoffen das das Nauner Bündnis lernfähig ist und wir im nächsten Jahr zu alter Stärke auflaufen können, um endlich Schluss zu machen mit Geschichtsrevisionismus und Opfermythologie.










